Fühlst DU DICH manchmal alt?

Meine Frage zum Schluss des letzten Beitrages war, ob du eher noch regelmäßig beim Weggehen bist oder dich schon mehr „in die Ruhe begeben“ hast?
Party zu machen, gehört in einem bestimmten Teil des Lebens wahrscheinlich dazu. Viele Erfahrungen hätte ich im Nachhinein betrachtet lieber nicht gemacht, allerdings haben mich gerade diese Erlebnisse dorthin gebracht, wo ich heute bin.
Ich finde, dass bei allem Spaß im Leben an einem bestimmten Punkt das Vorankommen, die „Karriere“ ein größeren Stellenwert hat, und dafür andere Beschäftigungen ruhig „kürzergetreten“ werden können. Und das hat mit dem Alter eigentlich sehr wenig zu tun.
Damit will ich keineswegs sagen, es wäre falsch Spaß zu haben, doch ich bin im Laufe der letzten Jahre zur Überzeugung gelangt, es sei gut überlegt, welche Dinge wir uns für unsere Freizeit aussuchen.
Denn am Ende stellt sich immer die Frage, ob wir damit unsere Weiterentwicklung fördern, unsere Produktivität im Beruf zu 100 % abrufen können …
Was ich allerdings nicht glaube, ist, dass wir bis ins – fortgeschrittene oder hohe – Alter ständig überall dabei sein müssen, nur, um gesehen zu werden, Geld auszugeben und mit einem schweren Kopf, besonders am Wochenende aufzuwachen.
Wir können uns jederzeit dafür oder dagegen entscheiden. Wir haben in unserer Hand, wohin wir uns in unserem Leben bewegen wollen. Und das Alter ist nicht entscheidend dafür.
Viele, die mich kennen, wissen, dass ich persönlich mit 60 Jahren erst einmal meine erste Lebenshälfte als beendet sehe, und ich mir gut vorstellen auch mit 70 oder 80 Jahren noch mein Wissen auf der ganzen Welt weiterzugeben, mit den Menschen zu teilen, die auf der Suche nach ihrem Weg, ihrer Berufung sind.
In der Kirche habe ich schon öfter von s.g. „Spätberufenen“ gehört, naja, grundsätzlich kann das auf das Leben von jedem zutreffen, der jahrzehntelang womöglich gar keine Gelegenheit hatte, um seine Talente und Fähigkeiten zu entdecken.
Den Unterschied macht der Wille aus, was du dir von Veränderung erwartest, aber eben Veränderung kannst auch mit 50 oder 60 Jahren noch machen. Es gilt dabei „nur“ mit den Prägungen der Vergangenheit umzugehen und offen zu sein für neue Wege.
Letztendlich geht es „nur“ um eine Entscheidung, so schwer sie auch sein mag. Gerne erzähle dir mehr über meine lebensverändernde Entscheidung.
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Bis zum kommenden Sonntag wünsche ich dir eine spannende Zeit.
Alles Liebe,
Stefan Josef
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